Leistung · Wien
Effiziente Heizsysteme – von der hydraulischen Planung bis zur Inbetriebnahme.
In Wien ist der Heizungstausch stark vom Gebäudetyp abhängig: Altbau Wien mit hoher Vorlauftemperatur tendiert zu Brennwert-Gastherme oder hybrider Wärmepumpe, Gemeindebauten wechseln zunehmend auf Wien-Energie-Fernwärme, Neubauten fast immer auf Luft-Wasser-Wärmepumpe. Anmeldungen laufen über Wiener Netze, Förderungen prüfen wir mit.
Ein Heizungstechniker in Wien plant, baut und wartet Gasthermen (Brennwert), Fernwärmeanschlüsse, Luft-Wasser- und Sole-Wärmepumpen, Pellets- und Hackschnitzelkessel sowie Kombilösungen mit Solarthermie. Für Wien spielt zunehmend auch der Austausch fossiler Anlagen nach „Raus aus Gas" eine Rolle. SA Stadtinstallation ist konzessionierter Meisterbetrieb für Gas-, Wasser- und Heizungsinstallation.
Der Austausch einer alten Gastherme gegen ein modernes Brennwertgerät ist in Wien das häufigste Heizungsprojekt. In typischen Wohnungen dauert der reine Tausch 1–2 Tage. Bei Altbauten mit unzureichendem Kamin kommt der Bau bzw. die Sanierung der Abgasführung (LAS-Schacht) dazu.
Kurze Antwort: oft ja, aber nicht immer sinnvoll. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe braucht niedrige Vorlauftemperaturen (idealerweise unter 50 °C). In schlecht gedämmten Wiener Gründerzeit-Wohnungen mit kleinen Heizkörpern ist das ohne Dämmung und ohne größere Heizflächen schwer zu erreichen. Wir rechnen vor der Empfehlung eine realistische Jahresarbeitszahl (JAZ) und prüfen, ob Fernwärme, eine Hybridlösung oder zunächst eine Dämmmaßnahme wirtschaftlicher ist.
Jede Heizungsanlage verliert ohne Wartung nach wenigen Jahren 5–10 % Effizienz. Brenner verschmutzen, Elektroden brennen ab, Ausdehnungsgefäße verlieren Druck, Pumpen laufen zu hoch. Eine Jahreswartung für 129–179 € brutto (Standardtherme) amortisiert sich meist über die Energieeinsparung und verdoppelt praktisch die Lebensdauer gegenüber ungewarteten Anlagen.
Heizungstausch in 1210 Floridsdorf · Februar 2026, 3-Zimmer-Wohnung im GemeindebauDer Kunde hatte eine 19 Jahre alte Atmospherentherme mit zuletzt sehr hohen Gasrechnungen. Wir planten einen 1:1-Brennwerttausch, ergänzten einen hydraulischen Abgleich aller sechs Heizkörper und installierten Thermostatventile mit Presetting. Die Bundesförderung für den Kesseltausch in Höhe von 1.500 € wurde über unsere Abwicklung beantragt und direkt auf das Kundenkonto ausgezahlt.Ergebnis: Neue Brennwerttherme + hydraulischer Abgleich, Gasverbrauch um 28 % gesunken, Förderung ausgezahlt.
Wärmepumpen sind kein Allheilmittel. Damit eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ihre versprochenen Jahresarbeitszahlen (JAZ) von 3,5 bis 4,5 erreicht, muss das Haus stimmen: ausreichende Dämmung, ausreichende Heizflächen (Fußbodenheizung oder großzügig dimensionierte Heizkörper), niedrige Vorlauftemperatur (idealerweise unter 45 °C). In einem thermisch sanierten Einfamilienhaus in 1220 Donaustadt ist das typischerweise erreichbar – in einem unsanierten Gründerzeithaus ohne Dachdämmung meist nicht. Wir berechnen vor jedem Angebot die Heizlast nach ÖNORM H 7500 und leiten daraus die benötigte Wärmepumpen-Leistung ab. Ein überdimensioniertes Gerät taktet unruhig und verschleißt schneller, ein unterdimensioniertes nutzt im Winter den teuren Heizstab. Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonden erreichen JAZ über 4,5 und bieten im Sommer Passivkühlung über die Fußbodenheizung – sind aber nur bei grundstücksmäßig passenden Einfamilienhäusern realistisch, weil die Tiefenbohrung (60–120 m) Platz und behördliche Genehmigung braucht.
In vielen Wiener Neubaugebieten und zunehmend auch in Bestandsgebieten steht Fernwärme als Alternative zum Gas- und Wärmepumpen-Thema zur Verfügung. Wien Energie baut das Fernwärme-Netz kontinuierlich aus, besonders in Bezirken wie Favoriten (Sonnwendviertel), Landstraße (Hauptbahnhof-Umfeld), Leopoldstadt (Handelskai) und Floridsdorf (Leopoldauer Felder). Eine Fernwärme-Kompaktstation ist technisch einfach: sie übergibt die Wärme vom Primärnetz auf den sekundären Heizkreis der Wohnung oder des Hauses, benötigt keinen Brenner, keinen Abgasweg und keine Wartung durch den Rauchfangkehrer. Die jährliche Anlagenwartung ist deutlich einfacher als bei Gas oder Wärmepumpe. Wir prüfen bei jedem Heizungstausch, ob Fernwärme-Anschluss verfügbar ist und rechnen die Wirtschaftlichkeit gegen Wärmepumpe durch.
Ein hydraulischer Abgleich ist wie das Feintuning eines Motors: die Heizung läuft danach ruhiger, verbraucht weniger und liefert gleichmäßige Wärme in allen Räumen. Ohne Abgleich bekommt meist der kürzeste Heizkörper zu viel Heizwasser, die weiter entfernten zu wenig – die Folge sind kalte Räume trotz voll aufgedrehtem Thermostat und unnötig hoher Gasverbrauch. Wir führen den Abgleich nach voreinstellbaren Thermostatventilen durch, ermitteln Raum für Raum die benötigte Wassermenge und stellen jeden Heizkörper auf diesen Wert ein. Bei älteren Anlagen ohne voreinstellbare Ventile tauschen wir im Zuge des Abgleichs die Ventile mit aus. Effekte: typisch 8–15 % weniger Gas- oder Stromverbrauch, deutlich höherer Wohnkomfort und meist leisere Anlage.
Die richtige Wärmeabgabe hängt am System. Fußbodenheizung ist ideal bei niedriger Vorlauftemperatur (Wärmepumpe, Brennwerttechnik), weil die große Fläche genug Wärme liefert. Sie braucht aber Aufbauhöhe (mindestens 8–12 cm Estrichaufbau) und ist bei Sanierung im Bestand oft nur im Erdgeschoß oder bei Komplettrenovierung realistisch. Klassische Heizkörper sind im Wiener Altbau weit verbreitet: Gussradiatoren sind technisch vollwertig, langlebig und haben eine beträchtliche Heizfläche. Wir erhalten sie bei Sanierungen bewusst, wenn sie technisch einwandfrei sind. Moderne Flachheizkörper sparen Platz und reagieren schneller, brauchen aber oft höhere Vorlauftemperaturen für gleiche Leistung – was mit Wärmepumpe dann nur funktioniert, wenn die Fläche reichlich bemessen ist. Bei jedem Projekt rechnen wir das durch.
Gas-Brennwerttausch in der Wohnung (gleiche Gasleitung, LAS-Schacht vorhanden): 3.800 €–5.500 € brutto, inklusive Gerät, Montage, Inbetriebnahme und Entsorgung. Kompletter Umstieg auf Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus (10–12 kW, Pufferspeicher 500–800 l, Brauchwasserspeicher): 22.000 €–32.000 € vor Förderung, mit Bund- und Wien-Förderung oft 10.000 € bis 14.000 € Zuschuss, sodass der Eigentümer-Anteil bei 10.000 €–20.000 € liegt. Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonden (3–4 Bohrungen à 80–100 m): 36.000 €–55.000 € vor Förderung. Fernwärme-Kompaktstation-Tausch: 3.500 €–5.500 € je nach Dimensionierung. Hydraulischer Abgleich mit Ventiltausch in einer Standardwohnung: 650 €–1.200 €. Diese Zahlen sind Richtwerte – das genaue Angebot erstellen wir nach Vor-Ort-Termin mit Heizlastberechnung.
Ein Heizungs-Wartungsvertrag hat drei Zwecke: regelmäßige Wartung (damit die Anlage effizient läuft und die Gewährleistung nicht erlischt), feste Jahrestermine (damit nichts vergessen wird), und Priorität im Notfall. Kunden mit Wartungsvertrag sehen wir im Winter zuerst an. Unsere Verträge enthalten grundsätzlich die Jahreswartung nach Herstellervorgabe, das Wartungsprotokoll mit Messwerten, die Koordination mit dem Rauchfangkehrer (bei raumluftabhängigen Geräten) und die bevorzugte Terminvergabe bei Störungen. Je nach Vertragsvariante sind zusätzlich Anfahrtskosten im Notdienst, Standardverschleißteile oder Ersatzanlagen-Stellung enthalten. Die Kosten liegen je nach Anlagengröße zwischen 129 € und 290 € pro Jahr – und rechnen sich praktisch immer gegen einen Notdienst-Einsatz im Winter.
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FAQ
Im dichten Stadtgebiet Wiens ist die Fernwärme oft die einfachste Lösung. Im Einzelhaus (Hietzing, Liesing, Floridsdorf) ist eine Wärmepumpe langfristig wirtschaftlich, besonders in Kombination mit PV. Für Altbauten mit Heizkörpern bleibt Gas-Brennwert kurzfristig eine Option – mittelfristig ist der Umstieg klar. Wir beraten herstellerunabhängig.
Bund und Stadt Wien fördern den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Systeme ('Raus aus Gas'/'Kesseltausch'). Die Förderhöhe variiert; wir prüfen Ihre konkrete Situation und helfen bei der Antragstellung. Oft lassen sich Förderungen kombinieren.
Gastherme gegen Gastherme: 1 Tag. Umstieg auf Wärmepumpe inkl. hydraulischem Abgleich: 3–5 Tage. Fernwärmeanschluss: 1–2 Tage (Koordination mit Wien Energie). Wir planen so, dass Sie maximal 24h ohne Warmwasser sind.
Beim hydraulischen Abgleich wird jeder Heizkörper exakt auf den Bedarf des Raums eingestellt. Ergebnis: einzelne Räume werden nicht mehr zu heiß/kalt, Verbrauch sinkt um 5–15 %. Für Förderungen meist Pflicht. Wir rechnen das Gebäude raumweise durch, statt 'nach Gefühl' einzustellen.
Wir melden uns innerhalb eines Werktags mit einem unverbindlichen Angebot.



